Volleyballclub Weite


An der Hauptversammlung der Frauenriege Weite im April 1964 wurde erstmals über Volleyball diskutiert, ein Spiel, dass damals hauptsächlich von Frauen, anstelle von Korbball gerne gespielt wurde. Die Frauenriege Azmoos, die sich bereits seit einiger Zeit mit diesem Spiele befasste, erteilte ersten Unterricht in dieser Sportart. Ab etwa 1973 fand jeden zweiten Dienstag ein gemeinsames Training mit dieser Riege statt. Nachdem Anny Hanselmann ein Netz gestiftet hatte, begann das "Volleyballfieber" auch in Weite. Diejenigen, die sich für dieses Spiel interessierten übten fleissig, auch an Samstagnachmittagen. So wagten sie es, sich im Jahre 1975 für einen Wettkampf anzumelden und zwar für die St. Galler Kantonalen Spieltage. Es war nicht einzig der Sonne zuzuschreiben, dass es heisse Köpfe gab, verständlicherweise fieberte man dem ersten Einsatz gewaltig entgegen. Wenn die Spielerinnen aus Weite auch nicht auf dem Ehrenpodest standen, so hatten sie die Feuertaufe doch gut überstanden und aus diesem Grunde den Vorsatz gefasst, in dieser Sportart weiterzumachen.
In den folgenden Jahren wechselten Siege mit Niederlagen ab. Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war aber bestimmt die Teilnahme an den Eidge- nössischen Frauenturntagen in Genf im Jahre 1978, wo die Spielerinnen aus Weite in der Gruppe 5 sämtliche Spiele mit sehr hohen Punktzahlen für sich entscheiden konnten, was ihnen den verdienten 1. Rang einbrachte.
Nachdem sich einige Spielerinnen der Frauenriege Weite je länger je mehr für den Wettkampfsport interessierten und sich das notwendige, vermehrte Training mit den ordentlichen Turnstunden nicht mehr vereinbaren liess, reifte der Gedanke, einen eigenen Verein zu gründen. Diese Entscheidung war umsomehr gerechtfertigt, da es vom Frauenverband strenge Kontrollen betr. Mitgliedschaft gab. (Einige Weite-Spielerinnen gehörten nicht als Beitragszahlende der FR oder DR an).
Aus der Mannschaft der Frauenriege Weite sind heute noch folgende Spielerinnen dabei: Margrith Sulser, Irene Tschumper, Giulia Freuler und Marianne Stöber. Nachdem Giulia Freuler die Schweizerische Schieds- richterprüfung erfolgreich abschloss konnte zur Gründung eines eigenen Vereines geschritten werden. Am 26. Mai 1981 wurde im Rest. SELVA in Trübbach der VOLLEYBALLCLUB WEITE durch 25 Volleyballfreunde aus der Taufe gehoben.
Über diese Neugründung herrschte nicht überall eitel Freude denn die anderen Vereine in der Gemeinde witterten Konkurrenz. Die vielen Erfolge in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass der Volleyballclub seine Existenzberechtigung hat und sich immer grösserer Beliebtheit erfreut. Die grosse Beteiligung anderer Vereine, die sich zum "Spiel ohne Grenzen", das der Volleyballclub anlässlich seines zwanzigjährigen Jubiläums durchführt, angemeldet haben, ist ein Beweis dafür.
Diese Sympathiebezeugungen geben dem Verein neue Motivation. Das grösste Geschenk zum zehnjährigen Jubiläum machte sich der Volleyballclub aber selbst, es gelang ihm zum zweitenmal in der Geschichte der Aufstieg in die 3. Liga. Die Spielerinnen konnten sich leider nicht lange in der 3. Liga behaupten und stiegen wieder in die 4. Liga ab, es wurde in den künftigen zehn Vereinsjahren in dieser Liga weitergekämpft und -gespielt. Was der Club heute sehr zu schätzen weiss ist die Juniorenförderung, ein wichtiger Bestandteil eines Vereins. Es wird sehr estimiert, dass der Club jährlich lustige, gemütliche und sportliche Veranstaltungen durchführt.
In den letzten Jahren hat sich dann die Zusammensetzung der Mitglieder und auch des Vorstandes stark verändert. Junge Spielerinnen sind hinzugekommen und einige ehemals aktive haben sich etwas zurückgezogen, sind in die Babypause gegangen oder sind einfach nicht mehr aktiv in der Halle anzutreffen. Es wird jedoch immer noch jedes Jahr an der Wintermeisterschaft des Volleyballverbandes GSGL teilgenommen und teilweise sogar recht erfolgreich. Aber auch wenn ein Aufstieg in die 3. Liga wie damals nicht zur Debatte steht, sind die aktiven Spielerinnen doch sehr motiviert und versuchen auf dem Feld ihr bestes zu geben.
Seit dem Sommer 2008 hat der VBC Weite auch wieder eine Juniorinnen B Mannschaft zur Meisterschaft gemeldet. Die Mädchen sind sehr erfolgreich und es bleibt zu hoffen, dass einige von ihnen bald auch in die erste Mannschaft integriert werden können.
Es ist zu wünschen, dass alle Spielerinnen noch recht lange eine sinnvolle sportliche Tätigkeit in ihrem Volleyballclub Weite finden.